Vita

Damian Scholl, 1988 in Schweinfurt geboren, arbeitet als Komponist von sowohl zeitgenössischer Konzertmusik als auch Film- und Theatermusik.

Schon im Kindesalter entdeckte er die Welt der Klänge für sich und begann mit dem Versuch, diese in Noten zu bannen. Während der Schulzeit wirkte er als Geiger, Bratschist und Komponist in verschiedenen Ensembles mit.

Nach dem Kompositionsstudium an der UdK Berlin bei Walter Zimmermann, das durch ein Studienaufenthalt in Glasgow angereichert wurde (Unterricht bei David Fennessy), absolvierte Damian Scholl den Master in Filmmusik an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ in Postdam-Babelsberg.

Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen der 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb 2015 sowie der WDR Filmscore Award 2015. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. vom Deutschlandfunk, dem Deutschen Musikrat, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Kissinger Sommer. Im Sommer 2017 wurde er zur AYE Composer's Week nach Bangkok eingeladen, die von Prof. Dieter Mack und Peter Veale betreut wurde. Mit dem Dokumentarfilm „Beuys“ von Andres Veiel, der seine Premiere im Rahmen des Wettbewerbs der Berlinale 2017 feierte, erhielt Scholl als Filmkomponist große Aufmerksamkeit. Die Musik, die in Kooperation mit seinem Kollegen Ulrich Reuter entstanden ist, wurde 2018 für den Deutschen Filmpreis ("LOLA") nominiert und hat den Dokumentarfilmmusikpreis des Dokfest München gewonnen.

Damian Scholls Werkkatalog zeitgenössischer Musik beinhaltet Werke für Soloinstrumente, verschiedene Ensemblebesetzungen, darunter eine Kammeroper, sowie für symphonisches Orchester. Seine Konzertwerke wie Filmmusiken zeichnen sich durch ihre subtile Abseitigkeit, Klangfreude und Empfindsamkeit aus.

Scholl ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, der GEMA und Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Der Komponist lebt und arbeitet in Berlin.